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Nikon Nikkor Kameraobjektive

© Thomas Gade



Nikon-Objektive blicken auf eine lange Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der modernen Fotografie verknüpft ist. Als Nikon 1917 aus dem Zusammenschluss mehrerer japanischer Optikhersteller hervorging, lag der Fokus zunächst auf hochpräzisen Linsen für wissenschaftliche und militärische Anwendungen. Mit der Einführung der Nikkor-Objektivreihe in den 1930er-Jahren begann Nikon, eigene Fotooptiken zu entwickeln, die sich durch hohe Qualität auszeichneten. In den 1960er Jahren wurden Spiegelreflexkameras von Nikon Kameras und ihre Objektive zunehmend von Fotojournalisten weltweit genutzt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Nikon und Canon die überragenden Produzenten für Profi-SLRs. Auch heute gilt Nikon immer noch als Premium-Hersteller.

Nikon



Nikon System 1



Die Objektive im Nikon System 1 wurden von Nikon zwischen 2011 und 2018 produziert und waren speziell für das kompakte CX-Format mit seinem 1-Zoll-Sensor ausgelegt. Die kleinen, leichten Objektive überzeugten durch Kompaktheit und gute Abbildungsleistung. Allerdings hatten sie einige technische Schwächen. Es gab frühe Ausfälle der Blendensteuerung wegen eines brüchigen Kunststoffritsels. Im teuren 1 Nikkor VR 70–300 mm kam es zu Brüchen eines Flachbandkabels. Möglicherweise führten diese Probleme zu einem vorzeitgen Ende dieses Systems.


Anmerkungen zu meinen Reviews über Nikon / Nikkor Objektive

Ich habe nur selten mit Nikon-Kameras im klassischen DX- (APS-C) oder FX-Format (Vollformat) gearbeitet. Die meisten Nikkor-Objektive kenne ich daher vor allem aus Tests, bei denen mir Kameras und Objektive als Leihgaben für Reviews zur Verfügung gestellt wurden.


Nikkor AF-S 4/300mm Teleobjektiv an einer Nikon 1 J5

Regelmäßig nutze ich jedoch die Nikon 1 V2 und J5. Das sind zwei Kameras aus dem
  • Nikon-1-System mit kleinem 1"-Sensor (13,2 × 8,8 mm). Über Adapter lassen sich daran auch DSLR-Objektive für größere Sensoren verwenden, was ich besonders bei Telezooms schätze. Der kleine Sensor nutzt nur den mittleren Bereich des Bildkreises, wo die Abbildungsqualität am höchsten ist. Größere Sensoren erfassen dagegen auch die Randbereiche, in denen die Schärfe nachlässt und Farbsäume sichtbar werden können.

    Bei APS-C- oder Vollformat-Sensoren mit etwa gleicher Pixelzahl (in der Praxis 24 Megapixel) sind die lichtempfindlichen Flächen jedes einzelnen Pixels deutlich größer und stehen nicht so dicht nebeneinander.

    Dadurch sind die Anforderungen an das Trennungsvermögen für Details dort geringer als am kleinen 20 MP / 1"-Sensor mit seinen eng gepackten Pixeln. Deshalb sind meine Eindrücke mit der Nikon-1-Kombination nur eingeschränkt auf größere Sensorformate übertragbar. Das bedeutet, wenn mich die Schärfe oder das Auflösungsvermögen eines DSLR Objektivs am 20 MP / 1" Sensor nicht ganz überzeugt, kann das beim größeren Sensor mit geringerer Pixeldichte ganz anders aussehen.

    Auch mit analogen Nikon-Spiegelreflexkameras habe ich Erfahrungen gesammelt. Ab etwa dem Jahr 2000 störte mich jedoch das Klebrigwerden der gummiartigen Oberflächen auf jüngeren Modellen. Eine Ausnahme ist die Nikon F801(s). Sie bleibt (bislang) frei von diesem Problem, hat eine Rückwandverriegelung aus Metall und bot damals sehr moderne Technik. Die Nikon F4 ist ebenfalls eine hervorragende Kamera, allerdings für meinen Geschmack zu schwer. Spätere Modelle habe ich wegen der klebrigen Oberflächen nicht mehr genutzt.

    Bei analogen Kameras und Objektiven habe ich insgesamt spannendere Modelle bei Pentax gefunden und Nikon deshalb in diesem Bereich nur selten verwendet.

    Aus diesen Gründen sind einige meiner Reviews zu Nikon-Objektiven lückenhaft. Sie spiegeln meine persönlichen Erfahrungen wider.

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