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Sigma EX 28-70mm F 2.8 Aspherical

Mai 2008/ aktualisiert 2021 © Thomas Gade

Das Sigma EX 28-70mm Zoom mit einer durchgängigen Anfangsöffnung von Blende 2,8 hat einen legendären Ruf. Seit dem Erscheinen der ersten Version in den frühen 1990'er Jahren wurde es mehrfach modifiziert. Ergänzend gibt es das Sigma EX 70-200mm Zoom ebenfalls mit 2,8 als größtem Blendenwert. Diese Kombination wurde in den 1990'ern für klassische Spiegelreflexkameras mit 35mm Film verwendet. Es sind Optiken für die professionelle Arbeit, die sich in den Punkten Gewicht, Abmessung und Preis stark von den weniger lichtstarken Zooms abheben aber preislich deutlich unterhalb der Beträge, welche für Optiken mit den gleichen Daten von Canon, Nikon und anderen hingeblättert werden müssen.



Die Bilder zeigen zwei Exemplare des Sigma EX 28-70. Links ist jeweils das ältere Objektiv zu sehen, rechts die neuere DF Variante.





1. Filtergewinde 6. Brennweitenring
2. Entfernungsring 7. Fokussierschalter (nur Sigma SA und Canon AF)
3. Entfernungsskala 8. Blendenring
4. Schärfentiefeindex 9. Anschluß
5. Einstellindex 10. Gegenlichtblende

Optische Leistung

Die Sigma Zooms sind bei jeder Brennweite mit Blenden zwischen 5,6 und 11 sehr gut. Selbst mit Blende 4 gelingen gute Fotos.

Beispiel 1 - Sigma EX 28-70mm auf Einstellung 70mm

  
Sigma EX 28-70mm - Blende 4 / 70mm


100 % Ausschnitt aus dem darüberliegenden Bild


Beispiel 2 - Sigma EX 28-70mm auf Einstellung 36mm



Sigma EX 28-70mm - Blende 8 / 36mm


100 % Ausschnitt aus dem darüberliegenden Bild (rechter Rand, oben)

Keine digitale Fehlerkorrektur

Leider gibt es für diese Objektive keine digitale Objektivkorrektur. Weder bei die DXO Photolab 4 noch bei Adobe oder bei Lensfun fand ich im März 2021 entsprechende Profile. Sie bringen zwar nichts beim Belichten von analogen Kleinbildfilmen, können jedoch zur Verbesserung der Abbildungsqualität bei Digitalkameras beitragen. Die ohnehin schon gute Bildqualität wäre mit der digitalen Korrektur noch besser.

Autofokus

Diese Objektive verwendete ich an den Pentax DSLRS K10D, K200D, *ist DS, K-3 II und K-70. Das anvisierte Motiv wurde meistens sprungartig scharf gestellt. Beim älteren Exemplar des Sigma EX 28-70mm klappte das besonders bei kürzeren Brennweiten nicht immer richtig, während die neuere Version immer korrekt fokussierte. Recherchen in den Fotoforen ergaben, dass andere Benutzer eines Sigma EX 28-70 F2.8 den ungenauen Autofokus bemängeln während andere keine Schwächen festgestellt haben. Die Sigmas haben große Scharfstellringe. Manuelles Fokussieren ist bei diesen Objektiven manchmal der bessere Weg zum besten Ergebnis.

Gegenlicht / Streulicht


Wie so viele Zoomobjektive wird das Sigma mit einer starren Tulpen-Streulichtblende geliefert. In der Praxis nervt die sperrige Konstruktion. Der Objektivdeckel läßt sich bei aufgesetzter Streulichtblende kaum abnehmen oder ansetzen.
Tipp: Passende Gummisonnenblende verwenden. Das flexible Gummi ist ein guter Schutz bei Stößen.

Größenvergleich - Was schleppt man herum?


Das Sigma EX 28-70mm F 2.8 Objektiv ist weder leicht noch kompakt. Um zu zeigen, worauf man sich einlässt, zeigen wir es neben einem Tamron 18-200mm Zoom.


Sigma EX 28-70mm F2.8 mit Sonnenblende


Tamron XR LD 28-300mm F3.5-6.3

Das Tamron-Zoom ist etwas kleiner, deckt aber einen 4x so großen Brennweitenbereich ab. Das Sigma ist prima für Aufnahmen, bei denen eine große öffnung unter ungünstigen Lichtbedingungen vorteilhaft ist, aber nicht für die Reise mit leichtem Gepäck.

Alte Rechnung



Auf einer Rechnung aus dem Jahr 2002 wurde das Sigma EX 2.8/28-70mm Aspherical mit 379 € ausgewiesen.
 

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