photoinfos.com

SMC PENTAX-DA 3.5-5.6 / 18-135mm

2019 © Thomas Gade

Das Zoomobjektiv SMC Pentax-DA 1:3.5-5.6 18-135mm ED AL (IF) DC WR ist ein gutes Universalobjektiv für Pentax DSLRs mit APS-C Sensor. Es bietet vom Weitwinkel bis zum mittleren Tele einen Brennweitenbereich an, der meistens ausreicht, wenn man nur ein Objektiv dabei haben möchte. Kleinbildäquivalent entspricht es etwa einem 28-200 mm Zoom.


SMC Pentax-DA 1:3.5-5.6 18-135mm ED AL (IF) DC WR Zoombobjektiv an einer Pentax K-70 DSLR.

Technische Daten

Hersteller Ricoh
Bezeichnung SMC Pentax-DA 1:3.5-5.6 18-135mm ED AL (IF) DC WR
Brennweite 18 - 135 mm
Blende 3.5 - 5.6 bis 22~32
Nahgrenze 40 cm
Fokussierung Manuell / Autofokus (integrierter Direct Current Motor)
Anschluss PENTAX K-AF3 Metall Bajonett
Gedichtet gegen Wetter ja
Gewicht 405 g ohne Sonnenblende
Bildgröße APS-C Sensor
Maße 73 x 76 mm
Filtergröße 62mm
Preis ca. 450 € (auch billiger im Set mit einer neuen DSLR)



Pentax K-AF3 Bajonett


Pentax 18-135mm mit Sonnenblende

Optische Leistung

In der Praxis bietet das vielseitige Pentax-DA 18-135mm Objektiv ein gute Bildqualität. Dafür ist nicht nur die Optik zuständig, sondern auch die Software. Eine moderne DSLR von Pentax kann einige Abbildungsschwächen dieses Objektivs automatisch korrigieren. Dazu gehören die Vignettierung, Farbsäume und Verzeichnungen. Das klappt aber nur für JPG Dateien. Die Korrekturen sind immer einzuschalten. Sie verbessern die Bildqualität meistens erheblich.

Für RAW Dateien sind sie jedoch deaktiviert und entsprechende Korrektureinstellungen werden ignoriert. Für diese Optik ist ein RAW-Konverter vorteilhaft, der entsprechenden Profile des Objektivs enthält und automatisch Abbildungsfehler minimiert. DxO PhotoLab 2 kann Verzeichnungen, Vignettierung und chromatische Fehler (Farbsäume) zum großen Teil kompensieren, während ACDSee Photo Studio 2019 lediglich Verzeichnungen und Randabschattungen verringert. DxO PhotoLab 2 erkennt die Optik selbst und wählt automatisch das richtige Profil. Bei ACDSee Photo Studio 2019 muss es manuell eingeben werden.


Pentax K-70 mit SMC Pentax-DA 1:3.5-5.6 18-135mm. Blende 8 und 135 mm.

Am langen Ende des Brennweitenbereichs ist die optische Leistung vieler Zooms üblicherweise nicht so gut. Auch das Pentax 18-135mm weicht davon nicht ab. Am Rand sind chromatische Säume vorhanden, die Schärfe kosten und unschön aussehen. Ob man sie in der Praxis wirklich sieht, sei dahingestellt. Man muss dafür schon stark in das Foto hineinzoomen.

800 x 533 Pixel Ausschnitt aus dem Foto (linker Bildrand). Konvertiert mit ACDSee PhotoStudio 19 ohne Korrektur der Abbildungsfehler.

800 x 533 Pixel Ausschnitt aus dem Foto (linker Bildrand). Konvertiert mit ACDSee PhotoStudio 19 mit Korrektur der Verzeichnung und Farbsäume. Das Foto ist besonders zum Rand erheblich schärfer und zeigt fast keine Farbsäume mehr.



800 x 533 Pixel Ausschnitt aus dem Foto (linker Bildrand). Konvertiert mit DxO PhotoLab 2 mit automatischer Korrektur der Abbildungsfehler. Ein violetter Farbsaum tritt am Rand noch auf. Das Foto ist relativ unscharf. Man kann in DxO PhotoLab 2 verschiedene Optionen zum Erhöhen der Schärfe nutzen, aber die Werkzeuge sind recht aggressiv und es dauert eine Weile, bis man eine optimale Einstellung findet. Soweit haben wir es für den Test nicht getrieben.



800 x 533 Pixel Ausschnitt aus dem Foto (linker Bildrand). Konvertiert mit DxO PhotoLab 2 mit automatischer Korrektur der Abbildungsfehler. Mit Adobe Photoshop wurde das Foto mit dem Hochpassfilter geschärft und der violette Farbsaum durch eine selektive Farbkorrektur unterdrückt. Das lässt sich als Aktion speichern, um die Optimierung vieler Fotos zu automatisieren.

Wer einen modernen RAW Konverter wie DxO PhotoLab 2 oder ACDSee Photo Studio Ultimate 2019 verwendet und die optimalen Einstellungen für das Pentax-DA 18-135 mm findet, kann damit sehr gute Fotos machen. Die Einstellungen sind zu speichern, um immer wieder für das Objektiv aufgerufen werden zu können. DxO PhotoLabs 2 bietet die Möglichkeit an, individuelle Preset für Objektive zu erstellen. Man sollte sie nutzen. Ohne diese softwareseitige Unterstützung ist das Objektiv eher mittelmäßig. Das gilt für viele Objektive und moderne, für die Korrekturprofile bestehen, sind oft älteren, nicht vermessenen Objektiven überlegen, obwohl sie nicht schlechter abbilden.

Fazit

Das Pentax-DA 18-135mm ist mit einem Preis zwischen 400-500 € zwischen billig und teuer angesiedelt. Also mittendrin und damit beschreibt man auch gut seinen generellen Charakter. Dieses Zoomobjektiv eignet sich ebenso für den Einsteiger wie auch für anspruchsvolle Benutzer. Je nachdem, ob man die meisten seiner fotografischen Aufgaben mit diesem Brennweitenbereich erledigen kann, wird es zum geschätzten Immer-drauf-Objektiv oder man zieht Alternativen mit anderen Eigenschaften vor.

JPF Dateien profitieren von der Korrektur der Abbildungsfehler durch die Kamera. Wer RAW-Dateien konvertiert, sollte unbedingt einen modernen Konverter verwenden, der die Korrektur übernimmt. Das Herantasten an die besten Einstellungen dauert eine Weile, aber sie können in einigen RAW-Konvertern gespeichert werden, um immer wieder verwendet zu werden.

Im Set mit einer neuen DSLR bekommt man das Zoomobjektiv eventuell günstiger. Ricoh bietet seine Pentax Kameras und Objektiv manchmal mit Rabatten an. Auch ist dieses Objektiv inzwischen relativ häufig auf dem Gebrauchtmarkt zu finden, weil manche Fotografen auf andere Objektive umgestiegen sind. Dann wird es um 200 € gehandelt. Man muss aufpassen, kein stark gebrauchtes Exemplar zu erhalten.

Wer mit einer Pentax DSLR und nur einem Objektiv verreisen möchte, kann mit dem DA 18-135mm kaum etwas falsch machen. Es ist ein gutes Allround Zoomobjektiv.


{ }

© Thomas Gade   Unsere Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung ist nur mit schriftlicher Erlaubnis des Verfassers gestattet und stets honorarpflichtig. / © Our articles and images are copyrighted.