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Panasonic Lumix DC-G9

MFT DSLM mit 20 Megapixel / Review

2019 © Thomas Gade

Im Oktober 2019 konnte ich einige Wochen mit einer Panasonic Lumix G9, dem G-Vario 12-60mm Kitobjektiv und einem Leica DG Vario-Elmar 100-400mm Telezoom Zugvögel fotografieren. Dafür sind kompakte Objektive, jedoch mit langer Brennweite, vorteilhaft. Das Leica Vario-Elmar mit kleinbildäquivalent 200-800mm mit nur 1 kg Gewicht gehört in diese Kategorie und ist für Exkursionen besser geeignet als schwere und sperrige Objektive für größere Sensorformate.


Panasonic Lumix G9. Vorderseite. Blick auf den Sensor

Neben einer Untersuchung der Tauglichkeit dieser Kombination für die Naturfotografie, interessierten mich die Funktionen zur Unterstützung des Focus Stackings und es kamen auch einige Filmaufnahmen zustande. Viele weitere Möglichkeiten der Lumix G9 habe ich nicht getestet und lasse sie aus diesem Erfahrungsbericht aus.

Technische Daten

Hersteller Panasonic
Bezeichnung Lumix DC-G9
Markteinführung 2017
Preis (Oktober 2019) 1130 €
Sensor MFT (17,3 x 13 mm)
Auflösung 20,3 Megapixel
Autofokus 225-Feld, Gesichts-/Augenerkennung.
Video Full HD / 4 K 60 fps / 6K 30 fps
Belichtungszeiten Foto 60 s - 1/32000 s, Blitzsynchronzeit 1/250 s
Belichtungszeiten Film 1/25 s - 1/16000 s
Shake Reduction Bildsensorshift. 5-Achsen/6,5 Stopps
Display 1 Megapixel
Elektronischer Sucher 3,68 MP / -4 bis +3 Dioptrien
Objektiv Anschluss L - Mount
Speicherkarten SD (zwei Slots)
USB USB 3.0, Micro-B
Eingebauter Blitz nein
Gewicht (Gehäuse mit Akku) 136,9 x 97,3 x 91,6 mm (ohne abstehende Teile)

Etwas über 1100 € für das Gehäuse sind kein Schnäppchen und in der Preisklasse gibt es einige attraktive Kameras mit APS-C Sensor, wie die Sony Alpha 6500. Der MFT Sensor der Panasonic Lumix G9 misst etwa 17,3 x 13 mm (225 mm²) gegenüber dem APS-C Sensor von Sony mit 23,5 x 15,6 mm (367 mm²). Noch größer ist der Unterschied zum Vollformat-Sensor mit 24 x 36 mm (864 mm²) Größe.

Inzwischen sieht man den Kameras äußerlich nicht mehr an, welche Sensorgrößen in ihnen stecken, weil die Bedienelemente, das rückwärtige Display, anständige Akkus, elektronische Sucher, Kartenslots, Anschlüsse etc. sind von MFT bis Vollformat etwa gleich groß sind.

20 MP stehen auf einem MFT Sensor dichter gedrängt als 24 MP auf APS-C. Bei etwa gleichem Produktionszeitraum bieten größere Sensoren mit ähnlicher Pixelanzahl eine bessere Bildqualität insbesondere bei höheren ISO-Werten. MFT-Sensoren benötigen zudem extrem scharfzeichnende Objektive.

Was spricht unter solchen Voraussetzungen für das MFT Format?

Die Objektive! Sie können wegen des kleineren Bildkreises erheblich kompakter gebaut werden. Durch den Cropfaktor ist die Telewirkung bei gleicher Brennweite stärker als für größere Sensoren. Ein 400 mm Teleobjektiv hat am MFT-Sensor die gleiche Wirkung wie ein 800 mm Teleobjektiv am Vollformat Sensor. Dazwischen liegen gewichtsmäßig und preislich Welten.

Wer zu Destinationen fliegt, die für Naturfotografen hochinteressant sind, wie beispielsweise afrikanische Safarigebiete oder das Donaudelta, und durch die Beschränkungen einer solchen Reise Gewicht und Volumen einsparen muss, hat mehr von einem MFT-System mit riesigem Brennweitenspektrum als von den erheblich teureren und sperrigen Objektiven für größere Formate. Bei Exkursion zu Fuß ist jede Gewichtsersparnis willkommen. Ein hochwertiges MFT-System dürfte vielen Fällen den besten Kompromiss zwischen Machbarkeit und fotografischen Anspruch darstellen.

Die Lumix G9 ist aber nicht nur zum Aufnehmen einzelner Fotografien konstruiert, sondern eine exzellente Filmkamera. Hier richten sich die Auflösungen nicht nach der Anzahl der Pixel auf dem Sensor, sondern werden von Videoformaten bestimmt, wie Full-HD, 4K oder 6K. Die Lumix G9 schafft mit 4K 60 Bilder pro Sekunde, also eine um die Hälfte der Zeit verkürzte Zeitlupe mit hoher Auflösung. Ihre interne Bildstabilisierung ermöglicht in Kombination mit dem OIS der Objektive das freihändige Aufnehmen von Videos, die nur geringfügig verwackelt sind. Der außerordentlich gute Autofokus und der große Funktionsumfang der Lumix G9 machen sie zu einer hervorragenden Filmkamera.

Da beim Filmen im Gegensatz zur Fotografie selten Ausschnitte genommen werden, ist ein großes Brennweitenspektrum wichtig, um ein Motiv optimal aufzunehmen. Wieder punktet das MFT-System mit seinen verhältnismäßig kleinen und besonders im Telebereich preiswerten Objektiven.

Bedienungsanleitung

Der Kamera liegt eine gedruckte Kurz-Bedienungsanleitung (124 Seiten). Zusätzliche sollte man die ungekürzte Bedienungsanleitung (342 Seiten) von der Panasonic-Website herunterladen, um verschiedene Funktionen nachschlagen zu können.


Oberseite der Panasonic Lumix G9

Sucher und Display

Der elektronische Sucher der Lumix G9 hat über 3,6 Millionen Bildpunkte und ist sehr gut. Der Unterschied zum optischen Sucher der Spiegelreflex ist erkennbar, aber relativ unbedeutend. Bei wenig Licht ist der elektronische Sucher durch sein helles Bild sogar im Vorteil. Ein Rändelrad am Okular ermöglicht einen Dioptrienausgleich.

Das rückwärtige Display hat eine Millionen Bildpunkte und ist zugleich ein Touchscreen, der die Bedienung der Kamera vereinfacht. Obwohl seine Oberfläche spiegelt, kann man das Bild vom Display auch bei hellem Umgebungslicht gut sehen. Das Display kann seitlich vergeklappt und geschwenkt werden.


Panasonic Lumix G9 mit Panasonic Leica DG Vario-Elmar 100-400mm Telezoom

Menü

Das Menü enthält zahlreiche Einstellungen. Neben dem Festlegen verschiedener Parameter wie Dateiformate oder Auflösung beim Filmen, ist es auch zum Dialog nötig für spezielle Funktionen wie das Bracketing oder Post-Focus (Focus Stacking).


Panasonic Lumix G9. Vorderseite und Rückseite. Ausgeklappter Display.

Bildstabilisierung

Die Panasonic Lumix G9 enthält eine effektive 5-Achsen Bildstabilisierung. In Kombination mit Objektiven, die ebenfalls eine Bildstabilisierung enthalten, wird die Wirkung noch verbessert.


Rückseite der Lumix G9

Autofokus System

Das Autofokussystem einer Kamera. Ist es schnell und treffsicher? Beide Punkte müssen weitgehend erfüllt sein. Es gibt verschiedene Autofokus-Modi zum einmaligen Scharfstellen oder zum Verfolgen des Motivs. Der AF ist flott und treffsicher. Er kann so ziemlich alles, was man von einem modernen, leistungsfähigen Autofokus erwartet. Das Erkennen von Gesichtern gehört dazu.

Man kann auch manuell fokussieren, doch ist das Umschalten von AF auf MF sowie das Drehen des Scharfstellrings am Objektiv meistens unnötig. Stattdessen wird auf dem Touchscreen das Bildelement angetippt, das scharf gestellt werden soll. Das funktioniert sehr gut. Wird doch manuell fokussiert, zeigt die Kamera im Sucher oder auf dem Display einen vergrößerten Ausschnitt, der ein genaues Erkennen der Schärfe ermöglicht.

Im Modus C verfolgt der Autofokus kontinuierliche bewegte Motive und sucht selbst das entsprechende Bildelement. Mit einem kleinen Joystick für den Daumen der rechten Hand, kann der Autofokuspunkt manuell verschoben werden. Drückt man kurz drauf, springt das Meßfeld in die Mitte.



Panasonic Lumix G9. Vorderseite und Oberseite. Blick auf den Sensor

Bildqualität

Die Grundempfindlichkeit der Lumix G9 beträgt 200 ISO. Sie kann beträchtlich gesteigert werden. Die folgende Reihe zeigt, welchen Einfluss eine Erhöhung des ISO Wertes auf die Bildqualität hat. Mit dem Leica Vario-Elmar 100-400mm Telezoom, eingestellt auf 400mm (800mm kleinbildäquivalent), wurde das Kraftwerk Moabit in Berlin fotografiert, dessen feine Strukturen gute Vergleichsmöglichkeiten bietent. Aus den Fotos der ISO-Belichtungsreihe werden deckungsgleiche Ausschnitte mit 800x533 Pixel dargestellt.

Durch die sehr lange Brennweite macht sich das Flimmern der Luft etwas bemerkbar. Die daraus resultierende Beeinträchtigung der Bildqualität ist natürlich nicht der Kamera anzulasten. Die Rohdateien wurden mit DxO Photolab 2 entwickelt und konvertiert. Es erfolgte keine zusätzliche Schärfung.


Gesamtes Foto

Ausschnitte (800 x 533 Pixel) mit verschiedenen ISO Einstellungen:


ISO 200. Erwartungsgemäß ist die Bildqualität sehr gut.


Bereits mit 400 ISO lässt die Bildqualität geringfügig nach. Erkennbar ist das aber nur beim Pixelpeeping.


Eine Erhöhung auf 800 ISO bewirkt eine weitere, geringfügige Minderung der Bildqualität.


ISO 1600



3200 ISO verlangen bereits höhere Zugeständnisse. Für eine saubere Darstellung von filigranen Details ist diese hohe Empfindlichkeitseinstellung nicht mehr empfehlenswert. Wenn aber keine Ausschnittsvergrößerung beabsichtigt ist, sondern die gesamte oder nur geringfügig angeschnittene Bilddatei für einen Druck verwendet wird, ist sie noch akzeptabel. Ein DIN A4 Druck der gesamten Datei ist immer noch überzeugend. Sie bietet aber nur wenig Spielraum zum Beschneiden, wenn die Druckqualität hohe Ansprüche erfüllen soll.



Mit 12800 ISO entstehen immer noch Dateien, die ohne Anschnitt einen akzeptablen DIN A4 Druck ermöglichen, aber die Auflösung der Details und die Differenzierung in Tonwerte lassen deutlich nach. Wenn schlechte Lichtbedingungen nur mit sehr hohen Empfindlichkeitseinstellungen zu kompensieren sind, mag man 12800 ISO einstellen. Anderenfalls sollte man das vermeiden.

Beachten Sie bei solchen Vergleichen stets, dass nur kleine Ausschnitte aus den Bildern betrachtet werden. In der Praxis werden üblicherweise aber die ganzen oder nur geringfügig angeschnittenen Bilder betrachtet, bzw. ausgedruckt. Die Veränderung der Bildqualität ist bei den vergrößerten Ausschnitten viel deutlicher zu sehen, als wenn man auf derselben Fläche das gesamte Foto betrachten würde.

Persönlich würde ich mit dieser Kamera 200 ISO als Standardwert verwenden und nur bei konkretem Bedarf steigern. Beispielsweise, wenn Motive sich bewegen, weil die Bildstabilisierung in solchen Fällen nicht dazu beitragen kann, Unschärfe zu vermeiden.

Für anspruchsvolle Sportaufnahmen sehe ich die Grenze bei 1600 ISO. Diese Entscheidung ist natürlich von persönlichen Ansprüchen und den Lichtverhältnissen abhängig. Es macht auch einen Unterschied, ob Vögel mit buntem und feinem Gefieder fotografiert werden oder zwei Boxer im Ring. Zum Darstellen der Vögel ist eine feine und saubere Detailauflösung bedeutsamer, als zur Darstellung einer packenden Szene im Boxsport oder beim Fußball.

High Resolution

Die Kamera nutzt den zur Bildstabilisierung verschiebbaren Sensor, um Fotos mit erhöhter Auflösung zu erstellen. Dazu werden nacheinander mehrere Fotos vom selben Motiv aufgenommen. Die Kamera befindet sich dabei einem Stativ und verschiebt zwischen den Einzelbildern der Serie minimal den Sensor in der Horizontalen und Vertikalen. Im Prinzip wird damit eine Qualitätsminderung verhindert, die durch das Bayer Mosaik zustande kommt. Im High Resolution Modus werden Dateien mit höherer Auflösung ausgegeben:

Normale Auflösung 20 Millionen Pixel
High Resolution - JPG Format 40 Millionen Pixel
High Resolution - RAW Format 80 Millionen Pixel

Beispiel 1

Ich probierte das mit dem Panasonic Lumix G Vario 12-60mm Objektiv an der Lumix G9 aus. Es war auf 60 mm und Blende 8 eingestellt. Als Motiv verwendete ich ein aus feinen Kunstfasern geflochtenes Seil. Die High-Resolution-Aufnahme wurde als JPG ausgegeben. Eine RAW-Option bestand nicht. Zum Vergleich wurde das gleiche Motiv im normalen Modus fotografiert. Die RAW Datei wurde konvertiert und das Ergbnis durch Interpolation auf dieselbe Größe gebracht wie die Aufnahme mit der höheren Auflösung.



Zwei gleiche Ausschnitte zeigen den Unterschied. Die High-Res-Aufnahme im JPG Format weist eine stärkere Reduzierung des Rauschen auf, die teilweise auch die Detailauflösung der feinen Fasern beeinträchtigt, während sie in anderen Stellen etwas schärfer sind als beim Bild im Normalmodus.

Die High-Resolution-Aufnahme bringt etwas mehr Schärfe bei den Mikrodetails. Vermutlich benötigt man ein schärferes Objektiv, um den High-Resolution-Modus mit mehr Gewinn zu nutzen. Ich habe nicht ausprobiert, welche Auswirkungen eine abweichende Einstellung der Rauschminderung für JPG-Dateien hat.

Wer mit einem knackscharfen Makroobjektiv Filme (Dias / Negative) abfotografiert, dürfte vom High-Resolution-Modus profitieren. Ein anderer Einsatzbereich wäre die Architektur. Sowohl die Kamera als auf das Motiv dürfen sich während der Aufnahmeserie nicht bewegen.


Normale Auflösung


High-Resolution-Aufnahme

Die High-Resolution-Aufnahme ist einen Tick schärfer als das Foto mit normaler Auflösung. Es gibt auch weniger Rauschen in den Schatten. Man sieht aber, dass ganz feine Details bei der High-Resolution-Aufnahme von der Rauschunterdrückung beim Erstellen der JPG Datei verloren gehen.

Beispiel 2

Für einen zweiten Test wurden JPGs und Rohformate ausgegeben. Wieder wurde das Lumix G Vario 12-60 mm Objektiv eingesetzt. Es war auf 60 mm und Blende 8 eingestellt.


Ein Geschirrtuch diente als Motiv. Der grüne Pfeil weist auf die Bildpartie, die in den Ausschnittsvergrößerungen verglichen wird.

Die JPGs mit Standard-Rauschreduzierung schluckten einige feine, kontrastlose Details. RAW-Dateien waren weniger verlustbehaftet. Wieder wurde das Foto mit der geringeren Auflösung auf die Größe der High-Res-Aufnahme interpoliert, um zwei gleiche Ausschnitte vergleichen zu können. Es wurde keine Schärfung angewandt. Bei diesem Beispiel ist deutlicher erkennbar, dass der High-Resolution-Modus eine bessere Detailzeichnung bringt. Vermutlich dürfte dies mit einer schärferen Optik noch stärker zutage treten. Auf jeden Fall bringt High-Resolution mehr mit RAW-Dateien als mit JPG.


Ohne High-Resolution Modus


Mit High-Resolution Modus

Focus Stacking

Focus Stacking ist eine Technik, bei der mehrere Fotos mit geringer Schärfentiefe zu einem Bild mit großer Schärfentiefe verrechnet werden. Die Panasonic Lumic G9 enthält zwei Funktionen, die das Erstellen der nötigen Bilderstapel in Kombination mit Autofokus-Objektiven erheblich vereinfachen. Möglich ist das mit Bracketing (Modus Focus) und Post Focus.

Bracketing - Focus

Die Lumix G9 erstellt mit der Funktion Bracketing verschiedene Belichtungsreihe. Unter anderem kann man Bilderserien zum Focus Stacking aufnehmen, die am Computer mit Photoshop oder einem Stacking-Programm verarbeitet werden.

Man aktiviert das Focus Bracketing im Menue und wählt dort aus einer Liste die Anzahl der Aufnahmen. Den Rest erledigt die Kamera. In Windeseile werden die Bilder aufgenommen.



Schraubenzieher. Einzelfoto mit der Panasonic Lumix G9 und einem 12-60mm Zoomobjektiv. Einstellung: F8, 60 mm (120 kleinbildäquivalent), ISO 400



Focus Bracketing mit 10 Aufnahmen vom selben Motiv. Gestackt mit Helicon Focus 7. Das Ergebnis ist recht gut.

Post-Focus

Die Funktion Focus-Stacking arbeite ähnlich und kann die Bilderserie sogar in der Kamera stacken. Die Pixelanzahl wird auf 4k oder 6k eingestellt. Der Bilderstapel wird als Filmdatei gespeichert. Auch das Stacking-Programm Helicon Focus 7 kann aus den Mp4-Dateien Bilder mit großer Schärfentiefe errechnen. Das ist empfehlenswert, wenn die Kamera nicht so gute Ergebnisse erzeugt oder gar nicht erst mit der Aufgabe belastet werden soll.


Einzelfoto aus dem Post-Focus Bilderstapel


Gestackt zum Foto mit großer Schärfentiefe mit Helicon Focus 7

Akku laden

Der Akku kann in der Kamera über eine USB Verbindung mit einem gewöhnlichen Smartphone-Ladegerät oder über eine Powerbank aufgeladen werden. Auf Amazon oder Ebay gibt es für 30 bis 50 € von Drittherstellern Ladegeräte für zwei Akkus, die im Lieferumfang enthalten sind.

Bildstabilisierung

Die 5-Achsen Bildstabilisierung im Gehäuse kooperiert, falls vorhanden, mit dem optischen Bildstabilisator (Optical Image Stabilization / OIS) des Objektivs. Das funktioniert hervorragend.

Fazit

Die Panasonic Lumix G9 ist eine sehr gut gebaute Kamera mit großem Funktionsumfang und atemberaubender Geschwindigkeit. Sie bedient das komplette Erwartungsspektrum von einer modernen Kamera auf dem heutigen Stand der Technik. Sehr gut ist die Unterstützung des Focus Stackings.

Ihr MFT-Sensor liefert mit 200 ISO eine ausgezeichnete Bildqualität, die erst ab 800 ISO spürbar beim Pixel Peeping einbricht. Für High ISO Fotos sind größere Sensorformate besser. Neben ihren eigenen Eigenschaften auf hohem Niveau besteht der Vorteil der Lumix G9 in einem interessanten Angebot an kompatiblen Objektiven, die deutlich kompakter und leichter sind als gleichwertige für größere Sensoren. Wenn das wesentlich ist, beispielsweise für Flugreisen oder Wanderungen, ist diese Kamera mit den entsprechenden Objektiven kaum zu toppen.


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