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Soligor / Unitor Balgengerät

Dias und Negative mit der Digitalkamera scannen

2026 © Thomas Gade



Dieses japanische Balgengerät wurde für viele Kameraanschlüsse gebaut. Die Balgengeräte tragen dann die entsprechenden Marken, wie Konica oder Minolta. Auf Versionen mit M42 Anschluss - der am durch billige Adapter am universellsten ist - steht u.a. entweder Unitron oder Soligor.



Es gibt eine Strebe für einen Halter für gerahmte Dias und 35mm Filmstreifen. Der Verstellweg ist zu kurz für längere Brennweiten, wie hier 75 mm Brennweite für eine Kamera mit APS-C Sensor.



Man kann von einem anderen, gleichen Balgengerät die Objektivstandarte abnehmen und auf das andere Balgengerät montieren. Da dieser Typ häufig angeboten wird, kann man ein zweites Balgengerät extra dafür kaufen. Wenn es einen Objektivanschluss hat, der heute kaum noch gebräuchlich ist, ist es gebraucht für ca. 30 € zu haben.



An das Ende der Strebe für den Filmhalter wird ein Loch gebohrt, um einen Zubehörschuh anzuschrauben.




Auf diese Weise kann man die Abstände zwischen den Komponenten vergrößern. Außerdem kann eine LED-Leuchte zum Aufstecken auf Kameras am Zubehörschuh befestigt werden.



Eine selbstgebastelte Haube über der LED-Leuchte das Blenden des Benutzers. Eine runde Hülse zwischen Filmhalter und der Standarte minimiert Streulicht zwischen dem Filmhalter und dem Objektiv, an dem für den gleichen Zweck eine Sonnenblende aus Gummi angeschraubt ist. Eigentlich ist dafür ein Balgen am Filmhalter vorgesehen, der aber so ohne Weiteres nicht an die Standarte geklemmt werden kann. Man kann dafür eine Möglichkeit basten, aber ich hatte eine passende, innen matt geschwärzte Röhre, die mithilfe zweier Filteradapter passte.


Das Abfotografieren der Dias und Negative ist einfacher, wenn das Balgengerät mit allem drum und dran fest steht. Dafür eignet sich ein Grundbrett aus Holz mit vier Gummifüßen gut, auf das mittig mithilfe einer Schraube ein stabiler Kugelkopf oder Video-Neigekopf geschraubt ist.

Dies ist ein gutes Setup zum Abfotografieren von gerahmten Dias und Filmstreifen im Kleinbildformat. Allerdings ist das Diawechsel oder das Verschieben des Films etwas fummelig. Die Diarahmen zieht man am besten mithilfe einer Pinzette aus dem Halter. Damit kann auch andere kleine transparente Vorlagen fotografieren, z.B. Mikroskopräparate.


 
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