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DxO PhotoLab 3

2020 © Thomas Gade


Viele Wege führen nach Rom, das gilt auch für die Verarbeitung von RAW-Dateien aus Digitalkameras. Dafür gibt es nämlich zahlreiche gute Programme. DxO PhotoLab 3 stammt vom französischen Unternehmen DxO. Der Funktionsumfang dieses Raw-Konverters wird im Internet hinlänglich beschrieben und soll hier nur als kurz aufgeführt werden, um die verschiedenen Module zu bewerten.


DxO PhotoLab 3. Oberfläche im Modus 'Fotothek' mit Verzeichnisbaum

Daten

Hersteller DXO Labs DXO Labs
Software PhotoLab 3 Photo Suite
Editionen    
Preis 99,99 € 189 € (Aktionspreis)
Betriebssystem Windows 10 / Mac Windows 10 / Mac
     
Suite DxO Photo Suite (enthält PhotoLab 3, FilmPack 5 und ViewPoint 3 / 189 €)

Der Einsatz von DxO PhotoLab 3 ist durch eine einmalige Zahlung dauerhaft gewährleistet. Man braucht kein Abo mit laufenden Kosten abzuschließen wie bei Produkten von Adobe.

Neben macOS nur noch für Windows 10

Die Installation von DxO PhotoLab 3.x setzt Windows 10 oder macOS voraus. Das Ausklammern von Windows 7 (64 Bit) empfinde ich als Nachteil und möchte das begründen.

Windows 7 ist trotz des Einstellens weiterer Updates durch Microsoft im Januar 2020 für viele leistungsstarken Computer mit allem ausgestattet, was zum flotten und effizienten Arbeiten notwendig ist. Warum sollte sich das ändern? Anders als vor 2011 sind nachfolgende Computer kaum veraltet. Mit zusätzlichem RAM und einer SSD kann man ältere Computer auf eine aktuelles Leistungsniveau anheben.

Ich kann beim Arbeiten mit Computern mit einem Intel i7-2600k (2011) und Windows 7 Pro (64 Bit) oder i7-7700k (2017) mit Windows 10 praktisch keinen Unterschied feststellen. Für die Bildbearbeitung sind sie gleich gut. Die Handhabung von Dateien mit 1 GB oder noch größer (Panorama aus mehreren Bildern) verläuft mit dem moderneren Computer nur wenig flotter. Lediglich beim Verarbeiten von 4K-Videos hat der neuere die Nase vorn, was vor allem an seiner besseren Grafikkarte liegt. Beide Computer laufen sowohl mit Windows 7 als auch 10 einwandfrei. Kommt jetzt nicht mit dem Quark, der Umstieg auf Windows 10 sei einer höheren Sicherheit geschuldet! Im Gegenteil!

Windows 10 birgt Risiken

Windows 10 macht die Nutzer mit Standardeinstellungen noch transparenter und drängt sie zur Nutzung der Cloud, um Daten zu speichern. Wer das macht, weiß nicht, wer sonst noch darauf zugreift. Zudem hört Cortana alles mit. Gruselig für manche und unbedeutend für andere.

Zwar ist der Mitteilungsdrang von Windows 10 zu drosseln, bsp. mit dem kostenlosen Tool W10privacy. Vielen ist die Problematik allerdings nicht bewußt und sie haben auch gar nicht Zeit oder Kenntnisse für solche Gegenmaßnahmen. Und was bleibt nach einem Update von Microsoft von den Einstellungen? Deshalb macht es durchaus Sinn, für die Bildbearbeitung weiterhin mit dem vertrauten Windows 7 zu arbeiten, das nicht mehr durch Updates ungebetene Funktionen einschleust.

DxO erklärt dazu: "Um die beste Benutzererfahrung zu bieten, wird DxO PhotoLab 3 in allen von Microsoft unterstützten Windows-Versionen unterstützt"

Diese Position erklärt nicht schlüssig die Inkompatibilität mit Windows 7, für das es noch im Januar 2020 ein großes Update gab, während DxO PhotoLab 3 im November 2019 erschien.

Registrierung und Installation

Installiert wurde DxO PhotoLab 3 problemlos auf einem PC mit Windows 10, i7 7700k CPU, 16 GB Ram und 500 GB SSD.

Nach der Installation sind im Installationsordner einige überflüssige Dateien. Die Ordnernamen de, fr und ja deuten auf verschiedene Sprachen hin. Die Ordner fr (französisch) und jp (japanisch) kann man löschen, wenn nur Deutsch gebraucht wird.



Konfiguration

Datenbank und Cache aus der Systempartition verlagern

DxO PhotoLab 3 legt eine Datenbank im Systemverzeichnis an. Dort wird auch ein Cache-Verzeichnis angelegt. Solche Dateien haben nichts in der Systempartiton verloren und müssen in ein anderes Volumen verlagert werden. Die Umstellung ist im geöffneten Programm möglich unter: Bearbeiten ->  Programmeinstellungen



Empfehlenswert ist eine eigene Partition (D: ) für Datenbanken und sonstige Hilfsdateien verschiedener Programme. Leider ist es nicht möglich, auch den Speicherpfad für eigene Presets (Enwicklungsvorgaben) aus C auszulagern.



Auch die Cache-Dateien gehören nicht in die Systempartition. In den Programmeinstellungen wird ein neuer Pfad eingegeben.

Praktische Arbeit

Nach dem Starten des Programms, kommen erfahrene User schnell zurecht. Es gibt zwei Modi: Fotothek und Bearbeiten. In der Ansicht Fotothek, befindet sich links ein Verzeichnisbaum, darunter ein Feld für Projekte und rechts oben die Vorschau eines Bildes und darunter einige Miniaturbilder aus dem gewählten Verzeichnis. In der linken Spalte der Oberfläche 'Fotothek' befindet sich ein Verzeichnisbaum zum Navigieren. Beim Öffnen von Verzeichnissen mit Bildern, werden sie als kleine Thumbnails in der Fußleiste dargestellt. Es gibt keine langwierigen Importvorgänge.

Unterhalb des Verzeichnisbaum gibt es eine Schaltfläche, um 'Projekte' anlegen. Das sind im Prinzip eigene Datenbanken zu bestimmten Themen. Die dazugehörigen Bilder können in verschiedenen Verzeichnis gespeichert sein.


DxO PhotoLab 3 im Bearbeitungsmodus

Im Modus Bearbeiten verschwindet die linke Spalte mit dem Verzeichnisbaum. Stattdessen wird eine größere Ansicht eines gewählten Bildes geboten. In einer Fußleiste sind wie auf einem Filmstreifen kleine Vorschaubilder von benachbarten Fotos in dem Verzeichnis zu sehen. Die Höhe der Fußleiste kann verändert werden. Verringert man ihre Höhe, ändert sich auch die Größe der Miniaturansichten. Sie werden kleiner und deshalb werden mehr Bilder angezeigt. In der rechten Spalte befinden sich diverse Einstellmöglichkeiten zur Bildbearbeitung.

Werkzeugleiste

DxO PhotoLab konzentriert sich vor allem auf die Tonwerte, Detaildarstellung und das Reduzieren des Rauschens. Weiterhin kann man Bilder beschneiden, Horizonte begradigen, einen Reparaturpinsel anwenden und rote Augen beseitigen. Zur Korrektur von perspektivischen Verzeichnungen gibt es kein Werkzeug. Dafür kann die optionale Erweiterung DxO Viewpoint oder ein Tool aus der NIK Collection eingesetzt werden.

Die Einstellungen in der rechten Spalte sind in verschiedene Gruppen eingeteilt, die minimiert, geschlossen oder abgekoppelt werden können. Wer mit einem großen Bildschirm arbeitet oder mit zweien, kann die Gruppen aus der Spalte herausholen und anders organisieren. In der Standardansicht befindet sich oben ein Histogramm gefolgt von ‚Neue Funktionen in PL3‘. Darunter folgende ‚Wesentliche Werkzeuge‘ mit Weißabgleich, Belichtungseinstellung, DxO Smart Lightning, selektive Tonwerte, DxO ClearView Plus, Kontrast, Mikrokontrast, Farb-Akzentuierung (Farbsättigung), Rauschminderung-RGB, Horizont, zuschneiden und lokale Anpassungen.

Zunächst verwirrende Mehrfacheinblendungen

In der Gruppe Belichtung wiederholen sich einige der bereits genannten Einstellungen. Neu ist darin nur das Werkzeug Vignettierung. Alle anderen hatten wir bereits.

Das setzt sich in der nächsten Gruppe ‚Farbe‘ fort. Erst die letzte Gruppe ‚Details‘ bietet neben einer Wiederholung der Rauschminderung-RGB zusätzlich die Werkzeuge Objektivschärfe, chromatische Aberration, und Unscharfmaskierung an.

Werkzeugleiste aufräumen

Um den Überblick nicht zu verlieren, ist die Werkzeugleiste zu entrümpeln. Die Gruppe ‚Neue Funktionen in PL3‘ verschwindet mit einem Klick auf das X. Einzelne Werkzeuge in den folgenden Gruppen können mit Klicks auf ein kleines Dreieck links neben Werkzeugbezeichnung ein-oder ausgeklappt werden. Da alle Werkzeuge aus der Gruppe ‚WESENTLICHE WERKZEUGE‘ in den folgenden Gruppen nochmals aufgeführt sind, ist es sinnvoll, sie ebenfalls zu entfernen.

Nik Collection

DxO Lab hat die Nik Collection von Google erworben und in DxO PhotoLab 3 die U-Point-Technologie daraus integriert, um lokale Korrekturen einfacher durchzuführen als mit Pinseln. Die Nik Collection kann an DxO PhotoLab angedockt werden.

DxO Module zur Bildkorrektur

Die Software prüft beim Öffnen eines Verzeichnisses, mit welchen Kameras und Objektiven die darin enthaltenen Fotos aufgenommen wurden. Dieser Vorgang weist auf eine Besonderheit von DxO PhotoLab hin. Der Softwarehersteller hat nämlich ein Labor zum Messen der Eigenschaften von Optiken und Kameras. Aus den Messergebnissen werden Profile erstellt zur automatischen Korrektur von Abbildungsfehlern wie Verzeichnung, Vignettierung und Farbsäume sowie auch für das Rauschverhalten von Sensoren. Findet das Programm im geöffneten Verzeichnis Fotos, die mit Objektiven oder Kameras aufgenommen worden, für welche die entsprechenden Profile nicht auf dem Computer installiert sind, bietet es sie zum kostenlosen Download an, falls verfügbar. DxO hat eine umfangreiche Profil-Bibliothek, die ständig erweitert wird. DxO nennt seine Profile DxO-Module oder nur Module.

Ist der Computer mit dem Internet verbunden, kann der Download und die Integration der Module rasch initiiert werden. Für manche Objektive bewirken solche Module eine erstaunliche Verbesserung der Abbildungsqualität. Besonders zum Bildrand und insbesondere in den Ecken kann die Kompensierung von Abbildungsdifferenzen in den RGB-Kanälen die Detailauflösung und Schärfe erheblich steigern. Das setzt aber voraus, dass das eigene Objektiv zum angebotenen DxO-Modul passt.

Allerdings sind die Objektive nicht alle identisch. Es gibt eine gewisse Streuung in der Abbildungsleistung. Mehrere eigentlich gleiche Objektive von demselben Hersteller und mit exakt der gleichen Bezeichnung können unterschiedliche Abbildungseigenschaften haben. Die Abweichungen müssen nicht stark sein, können aber im direkten Vergleich entsprechender Bilder durchaus erkennbar sein. Es ist deshalb möglich, dass ein DxO-Modul nur teilweise zum konkret verwendeten Objektiv passt. Eine 100-prozentige Übereinstimmung kann nur durch die Vermessung der betreffenden Optik erreicht werden. DxO PhotoLab kann die genutzten Objektive nur identifizieren, wenn sie korrekt in den EXIF-Daten aufgeführt sind.

Automatische Korrektur

Das folgende Beispiel stammt aus meinem Review über DxO PhotoLab 2. Es ist auch für DxO PhotoLab 3 in gleicher Weise gültig, um die Bildkorrektur mithilfe der DxO Module darzustellen, weil die Funktion unverändert ist.

Beim Vergleich von DxO PhotoLab 3 mit anderen RAW-Konvertern bringt es mit den Standardeinstellungen mehr Zeichnung in die Schatten als beispielsweise ACDSee. Aber mit allen RAW Programmen kann man sehr ähnliche Ergebnisse erzielen; es ist eine Frage der Einstellungen. Grundsätzlich muss man sich bei allen RAW Programmen vertraut machen, um das Bestmögliche aus seinen Bildern herauszuholen.

Die Korrektur optischer Fehler (Verzeichnung, Farbsäume, Unschärfen) gelingt DxO besonders gut, wenn das betreffende Objektiv von DxO Labs vermessen wurde.


Pentax K-70 mit SMC Pentax-DA 1:3.5-5.6 18-135mm. Blende 8 und 135 mm.

Ausschnitte aus dem Bild


800 x 533 Pixel Ausschnitt aus dem Foto (linker Bildrand). Konvertiert mit ACDSee PhotoStudio 19 ohne Korrektur der Abbildungsfehler. Am Rand sind deutliche Farbsäume erkennbar.


800 x 533 Pixel Ausschnitt aus dem Foto (linker Bildrand). Nutzung der automatischer Korrektur der Abbildungsfehler durch DxO Photolab.

Die Farbsäume sind fast verschwunden. Mit Adobe Photoshop wurde noch ein schwacher violetter Farbsaum durch eine selektive Farbkorrektur unterdrückt und das Foto mit dem Hochpassfilter geschärft.

Bei diesem Bild leistet DxO PhotoLab wirklich eine Menge. Das Ergebnis ist hervorragend, allerdings müssen die Einstellungen stimmen, die man erst durch Versuche herausfindet. Die Korrektur der optischen Schwächen funktioniert aber nicht mit allen Objektiven. Manchmal sind die Ergebnisse nur unwesentlich besser.

DxO Smart Lightning und DxO ClearView Plus

DxO Smart Lightning und DxO ClearView Plus sind Werkzeuge zur Verbesserung der Tonwerte. Smart Lightning optimiert die Zeichnung in den Schatten und Lichtern. Clear View Plus erhöht Kontraste, um Fotos dramatischer aussehen zu lassen. Mit beiden kann man zu viel des Guten tun. Eine moderate Anwendung mit niedrigen Einstellungen ist auf jeden Fall vorzuziehen, wenn gar nicht die RAW-Dateien als Master aufgehoben werden, sondern daraus generierte TIF-Dateien ohne Tonwertverluste.

Unscharfmaskierung

Die gleiche Zurückhaltung ist auch angebracht bei der Unscharfmaskierung. Sie beeinträchtigt schon relativ früh Mikrodetails, die an verstärkten Kanten für einen besseren Schärfeeindruck etwas verloren gehen. Man sollte mit Pixel Peeping vergleiche für unterschiedliche Einstellungen anstellen, um sinnvolle zu treffen.

Exzellente Rauschkorrektur

Die Reduzierung des Rauschens unter Berücksichtigung eines Profils für den belichteten Sensor, ermöglicht optimale Ergebnisse mit nahezu nicht sichtbaren Verlusten an feinen Details. Das farbige Rauschen, hervorgerufen durch die Bayer-Matrix, insbesondere bei homogenen Flächen, wird sehr gut reduziert.

Sehr gute Tonwertkurve

Die Gradationskurve heißt Tonwertkurve ind DxO PhotoLab 3. Beim Verstellen der Kurve in den einzelnen Farbkanälen, bleiben die anderen Kurven als farbige Linien sichtbar. Sie ist sehr gut zu modellieren. Daher kann man dieses Programm auch verwenden, um abfotografierte Negative zu bearbeiten. Die Tonwertumkehrung ist einfach und kann als Preset gespeichert werden.

Arbeiten mit Presets

Hat man optimale Einstellungen für eine Kamera und eine bestimmte Aufnahmesituation herausgefunden, lassen Sie sich als Preset speichern, um für ähnliche Bilder oder ganze Bilderserien erneut verwendet zu werden. Beim Speichern von Presets sind Namen zu vergeben, die eine eindeutige Zuordnung ermöglichen. Wie beispielsweise ‚Vogel am Himmel‘. Ich verwende dieses Preset für Fotos von fliegenden Vögeln vor einem blauen Himmel.

Das Arbeiten mit Konvertierungsvorgaben (Presets) erhöht die Effizienz von DxO PhotoLab 3 enorm. In den Programmeinstellungen kann sogar das Standard-Preset festgelegt werden.


Fazit

DxO PhotoLab ist ein exzellenter RAW-Konverter, der auch JPG- und Tif-Dateien verarbeiten kann. Es wird laufend weiterentwickelt, ist aber längst mit den nötigen Werkzeugen in guter Qualität ausgestattet. Die Möglichkeit mithilfe von DxO-Modulen Abbildungsfehler zu minimieren, ist hervorragend.

Wegen meiner oben genannten Bedenken hinsichtlich Windows 10, fragte ich mich, ob ein Update von der Version 2 zu 3 wirkliche Vorteile bringt. Auf zwei Computern hatte ich jeweils eine der beiden Versionen installiert und mit ihnen einen gleichen Satz RAW-Daten bearbeitet. Für meine Arbeitsweise konnte ich keinen relevanten Unterschied erkennen.

In einer Zeit, in der ambitionierte Fotografen häufig über mehrere Computer verfügen nebst Smartphone, ist es nicht ausgeschlossen, dass diese mit unterschiedlichen Betriebssystemen laufen und keine Veranlassung besteht, dies zu ändern. Dass der Computer zum Online-Banking oder für Interneteinkäufe auf dem neuesten Stand sein sollte, um bei eventuellen Problemen deswegen keine Blöße aufzuweisen, liegt auf der Hand. Aber auf dem Foto Computer wird vielleicht noch Windows 7 bevorzugt, weil eventuell ein Treiber für einen Scanner nicht mit Windows 10 kompatibel ist oder eine andere bewährte Software und überhaupt auch sonst kein Grund besteht, am bestens laufenden System herum zu fummeln. Aus meiner Sicht tut sich DxO keinen Gefallen mit einer Ausklammerung von Windows 7 für DxO PhotoLab 3.


Kritik an der Website


Wenn wir schon mal dabei sind, erlaube ich mir weitere Kritik an der Website von DxO. Die Überschrift zur Seite über DxO PhotoLab 3 lautet:

DxO PhotoLab 3
Das bisher bunteste Upgrade




Bunteste Upgrade? Kindergarten? Wozu dient das Programm? Mit der Suchfunktion des Browsers entdeckte ich nach einem langen Vorspann erstmals den Begriff RAW-Dateien. Insgesamt nur dreimal taucht die Abkürzung RAW auf einer Seite mit viel Text und 16 Abbildungen auf. Das Wort Konverter finde ich gar nicht.

Wer auf der Seite nach den Begriffen macOS oder Windows sucht, geht leer aus! Es gibt keine Auskunft über die Kompatibilität mit Betriebssystemen. Für nähere Informationen muss man sich unter Hilfe & Support durchhangeln, um auf diese Fragen zu stoßen: „Mit welchen Versionen von Windows oder OS X ist DxO PhotoLab 3 kompatibel ?“ und „Welche Windows-Version wird von DxO PhotoLab 3 unterstützt?“

Dort gibt es aber keine direkten Antworten, sondern man hat sich zu einer Tabelle weiterzuklicken, in der viele DxO Programme aufgeführt sind. Darin wird für DxO PhotoLab 3 eine Kompatibilität mit Windows 8 (32/64 bit), Windows 8.1 (32/64 bit) und allen Windows 10 (64 bit) Versionen angegeben, allerdings nicht für Microsoft Tablets.

https://bit.ly/3fyWnft

Auf einer anderen Seite wird nur noch Windows 8.1 genannt. Neben Windows 7 und Windows 8 gibt es jeweils ein rotes X. Es werden verschiedene Windows 10 Versionen aufgeführt, von denen zwei nicht mit DxO PhotoLab 3 kompatibel sind.

https://bit.ly/30MQtDn

Sucht man nicht danach, schleppt sich das Fehlen dieser Angabe bis in die Kaufabwicklung durch. Das darf nicht sein, weil hier Klarheit vorherrschen muss.

Diese komplizierte und gleichzeitig sich teilweise widersprechende Informationsvermittlung kratzt am seriösen Image des Programms und seiner DxO-Module. Ebenso die Schreibfehler in Titeln.


Müsste heißen: Ultimative Technologie zur Rauschminderung PRIME

Ich leiste mir auf meiner Website auch einige Schreibfehler, erhalte jedoch keine Bezahlung für diese Arbeit und kann mir den zeitlichen Aufwand für fehlerfrei Artikel gar nicht leisten. Von einem kommerziell tätigen Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern und 15 Jahren Erfahrung erwartet man jedoch etwas anderes. Hier mindern mehrere Schreibfehler oder unklare, bzw. schwer zu findende Informationen unnötig das Vertrauen in ein Produkt.

Die Macher der Webseiten sollten sie nicht vorrangig zur flüchtigen Unterhaltung am Smartphone konzipieren. Die Zielgruppe der Software, besteht aus Leuten, die es sich ein bisschen schwerer machen, gute Fotos mit ihren Digitalkameras zu erzeugen. Diese Leute gehen nicht den einfachen Weg über die rasche Ausgabe von JPG-Dateien, sondern speichern Rohformate, die nachträglich mit einer Software entwickelt werden müssen. Es bedarf schon eines gewissen Anspruchs und guter Fachkenntnisse, um das Zustandekommen und den Wert der DxO Module für die Bildoptimierung in DxO PhotoLab 3 zu verstehen. Solche Arbeiten finden nicht am Smartphone statt, sondern an ausgewachsenen Computern mit großen Bildschirmen oder wenigstens an besseren Laptops. In solchen Kreisen ist der Spruch „Das bisher bunteste Upgrade“ einfach nur lächerlich.



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